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Werbegrafik von der Webseite der Fremdenlegion



Rekrutierung


Hinweis: Dies ist keine Rekrutierungs-Seite der Fremdenlegion. Alle Angaben dienen der allgemeinen Information.
Ziel dieser Seite ist es nicht, jemanden zu einem Beitritt zur französischen Fremdenlegion zu animieren. 

 

Elementares

Die Bewerbung für den Dienst in der Fremdenlegion ist ausnahmslos nur per persönlicher Vorstellung in einem Rekrutierungsbüro (P.I.L.E.) oder in einem der 2 Vorauswahlzentren (Paris und Aubagne) möglich! Eine schriftliche oder sonstige Bewerbung ist nicht möglich! Die minimale Dienstzeit in der Fremdenlegion beträgt 5 Jahre. Eine kürzere Verpflichtungsdauer ist nicht möglich. Der Vorstellung im Rekrutierungsbüro schliesst sich direkt (also sofort!) der Eintritt ins Auswahlverfahren an, welches für Nordfrankreich in Paris (Vorauswahlzentrum-Nord) und Aubagne (Hauptauswahlzentrum) stattfindet, für Südfrankreich nur in Aubagne (Vorauswahlzentrum-Süd und Hauptauswahlzentrum)  Sollte der Bewerber angenommen werden (also alle Untersuchungen und Tests bestehen, sowie von der Auswahlkommission akzeptiert werden) schließt sich ebenfalls direkt (also sofort!) die Versetzung ins Grundausbildungsregiment der Fremdenlegion in Castelnaudary in Süd-Frankreich an, sowie nach der Grundausbildung die Versetzung in das Stammregiment (eines der 11 Regimenter der Fremdenlegion), in dem der Legionär zukünftig dienen wird. Zwecks Versetzung in das Stammregiment wird der Legionär für einige Tage von Castelnaudary zurück nach Aubagne versetzt, von wo aus er dann zu seinem zukünftigen Regiment transportiert wird. Eine mehr oder weniger große Überraschung für einige Bewerber stellt -immer wieder- die Tatsache dar, dass nach dem Bewerbungsverfahren (insofern man es besteht und einen 5jahres-Vertrag als Legionär bekommt) keine Rückkehr in die Heimat möglich ist (auch nicht für wenige Tage, um dort etwa seine Wohnung aufzulösen oder andere Dinge zu erledigen), sondern sich direkt und unmittelbar die Grundausbildung und danach der reguläre Dienst im Stammregiment anschliesst. Der erste "Besuch" der Heimat ist für einen Legionär erst in seinem ersten genehmigten Auslandsurlaub möglich. Diesen erhält man frühestens nach 1 Jahr Dienstzeit und wenn alle Voraussetzungen für einen Auslandsurlaub (u.a. RSM-Verfahren) vorliegen. 


Voraussetzungen für ein Engagement bei der Fremdenlegion


Förmliche Voraussetzungen:

Alter: 17½ bis 39½ Jahre (Alter am Tag der Bewerbung) - Es werden keine Ausnahmen hinsichtlich des Mindest- oder Höchstalters gemacht. Unter 18jährige benötigen eine beglaubigte Einverständniserklärung der Personensorgeberechtigten.

Ausweisdokument: Alle Bewerber müssen einen gültigen REISEPASS vorlegen. Ausnahme: Bei Staatsangehörigen von Schengen-Staaten ist der Personalausweis ausreichend. Staatsangehörige von Bulgarien und Rumänien müssen einen Reisepass vorlegen, da diese Länder noch nicht Vollmitglieder des Schengenraumes sind. Bei Staatsangehörigen der Nicht-Schengenstaaten Irland und Großbritannien ist der Personalausweis ausreichend, ebenso wie bei den Nicht-EU Ländern Island, Norwegen und der Schweiz 

Visum: Bewerber mit einer Staatsangehörigkeit eines Landes außerhalb des Schengenraumes, die zur Bewerbung nach Frankreich einreisen (und keine Aufenthaltserlaubnis für Frankreich, bzw. die EU/Schengen besitzen) benötigen zur Einreise ein gültiges Visum, insofern keine entsprechenden Regelungen über visafreien Reiseverkehr zwischen Frankreich und dem jeweiligen Herkunftsland bestehen. Die Ausstellung eines Visums alleine für den Zweck der Bewerbung bei der Fremdenlegion ist nicht möglich. Die Fremdenlegion kann auch keine Hilfestellung bei der Erlangung eines Einreisevisums geben. Alle Kosten die in Zusammenhang mit der Einreise stehen (also auch Visagebühren) sind vom Bewerber selbst zu tragen.

Strafrechtliches Vorleben: Eines der großen Mythen bei der Fremdenlegion ("die nehmen doch jeden..."). "Jeder" wurde bei der Fremdenlegion noch nie genommen. Wahr ist, dass in früheren Zeiten teilweise nicht so genau hingeschaut wurde, und vor allem auch nicht die heutigen Möglichkeiten für die Legion bestanden Informationen über Straftaten der Bewerber aus deren Heimatländern zu bekommen. Heute -in Zeiten von Interpol, Europol, Schengener Informationssystem (SIS)- sieht das gänzlich anders aus, vor allem bei Bewerbern aus Europa. Es gibt keinen verbindlichen "Katalog" (jedenfalls keinen öffentlich bekannten), in dem festgelegt ist ab welcher "Anzahl und Güte" von Straftaten man nicht angenommen wird. Gemäß der bekannten Auskünfte der Fremdenlegion stellt sich folgende Situation dar:

Mörder und Vergewaltiger werden -wie schon eh und je- nicht angenommen

Gewalttäter (auch Räuber etc.) werden nicht angenommen

Drogenhändler werden nicht angenommen

Deserteure aus anderen Armeen werden grundsätzlich nicht angenommen (wobei es in Einzelfällen dennoch vorkam)

Personen die zur Fahndung ausgeschrieben sind, werden nicht angenommen (bzw. sogar ggf. an die franz. Polizei überstellt zur Weiterüberstellung an die Behörden des Heimatlandes, bzw. des Staates der die Fahndung ausgelöst hat) 

Personen gegen die noch offene Strafverfahren laufen (auch wenn sie nicht zur Festnahme ausgeschrieben sind) oder Personen, die im Heimatland unter Bewährungsaufsicht stehen, werden im Regelfall nicht angenommen. Insbesondere Letztere sollten vor einer Bewerbung zunächst ihre Bewährungszeit zu Ende bringen und den entsprechenden Gerichtsbeschluss über den Straferlass abwarten.

In allen anderen Fällen entscheidet die Legion individuell. Leichtere Vergehen (z.B. Diebstahl eines Autos, Trunkenheitsfahrten, Schwarzfahren mit Bus&Bahn, leichte Fälle von Betrug, und ähnliches) stellen in der Regel keinen Hinderungsgrund dar, soweit die Verfahren abgeschlossen sind und die entsprechenden Strafen verbüßt oder erlassen sind.

Insbesondere deutsche Bewerber sollten davon ausgehen, dass der Sicherheitsdienst der Legion (D.S.P.L.E.) sowohl einen Bundeszentralregisterauszug von ihnen von den deutschen Behörden bekommen kann, sowie auch Auskünfte aus den Datensystem der Bundespolizei, sowie den Landespolizeien (z.B. POLAS, INPOL usw.)  

 

Körperliche Voraussetzungen:

Body-Mass-Index (BMI): zwischen 20 und 30 - BMI = Gewicht geteilt durch (Körpergröße mal Körpergröße).

Beispiel: Gewicht: 72 KG, Körpergröße: 1,75m = 72 / (1,75 * 1,75) = 23,51

Gesunde und gepflegte Zähne (max. fehlende Zähne: 4-6 je nach "Zahnwert"). Sichtbare Zahnlücken sollten durch eine Prothese ersetzt sein. Grundsätzlich empfiehlt sich eine gründliche Zahnsanierung vor der Bewerbung. Mastikatorischer Koeffizient (Zahnarzt fragen) größer oder gleich 40%


Gesundheitliche Voraussetzungen:

Ausreichendes Sehvermögen (Brille ist kein Problem), etwa auf dem Niveau eines Führerschein-Sehtests

Ausreichendes Hörvermögen

Falls es in der Vergangenheit chirurgische Eingriffe gab, ist es von Vorteil die entspr. Röntgenbilder dabei zu haben, sowie ein Attest, dass die Behandlung abgeschlossen ist, und keine Folgeeingriffe notwendig sind.

Ausschlussgründe sind andauernde chronische Krankheiten oder lfd. psychiatrische Behandlung. Beispiele: TBC, Diabetes, Hepatitis,  Krebs, Blutarmut, Knie-/Meniskusbruch, wiederkehrende Luxation der Kniescheibe, nicht korrekt verheilte Knochenbrüche.

Ganz allgemein muss ein Legionär körperlich/gesundheitlich in der Verfassung sein, überall auf der Welt eingesetzt werden zu können, sei es in der Wüste, im tropischen Regenwald oder im Gebirge


Sonstige Voraussetzungen:

Sprache: Kenntnisse der französischen Sprache sind nicht erforderlich (jedoch natürlich vorteilhaft). Ein Grundstock der französischen Sprache wird während der Grundausbildung vermittelt, um die elementarsten Dinge und auch gegebene Befehle verstehen zu können. Jeder nicht Französisch sprechende Bewerber bekommt für die Dauer der Grundausbildung einen frankophonen Bewerber (meist Muttersprachler) als sogenannten "Buddy" zur Seite gestellt, der ihm übersetzt. Dieser "Buddy" hat ein eigenes Interesse daran, dass sein "Schüler" möglichst viel und schnell lernt, da da die Erfolge des Schülers in die Grundausbildungs-Bewertung des Buddy's einfließen. Das weitere Erlernen der französischen Sprache ergibt sich aus dem alltäglichen Dienst, da dort -natürlich- Französisch die "Kommandosprache" ist und sich die Legionäre verschiedener Nationalitäten untereinander ebenfalls auf Französisch verständigen. 

Militärische Vorbildung: Militärische Vorbildung (z.B. Wehrdienst im Heimatland) ist ebenfalls nicht erforderlich, da die Ausbildung für jeden neuen Legionär bei "null" beginnt. Vorteilhaft ist eine entsprechende Vorbildung dahingehend, dass bestimmte "Basics" (z.B. Leben im Felde, Kameradschaft, Prinzip von Befehl und Gehorsam) bei denjenigen Bewerbern bereits vorhanden sind.

 


Das eigentliche Bewerbungsverfahren

 

Das eigentliche Bewerbungsverfahren dauert in etwa 3 bis 3½ Wochen. Es lässt sich um einige Tage verkürzen, indem man sich nicht in einem der Informations- und Rekrutierungsbüros (P.I.L.E.) vorstellt, sondern direkt eines der Vorauswahlzentren (Centre de Preselection - CP) aufsucht. Bewerber, die aus Ländern kommen (bzw. "über" diese Länder), die an Nordfrankreich grenzen (z.B. Luxemburg, Belgien, Deutschland) sollten dafür das CP in Paris wählen. Bewerber die aus/über Ländern kommen, die an Südfrankreich grenzen (Spanien, Italien, Schweiz) das CP in Aubagne. 

Der Vorteil, insbesondere z.B. für nicht französisch sprechende deutschsprachige Bewerber, sich stattdessen doch besser im P.I.L.E. im grenznahen Strasbourg vorzustellen läge darin, dass die dort stationierten Legionäre die deutsche Sprache beherrschen, also nicht direkt eine Sprachbarriere besteht, wie es in Paris der Fall wäre. Das selbe gilt auch z.B. für flämisch sprechende Belgier hinsichtlich des grenznah zu Belgien gelegenen P.I.L.E. in Lille.

 

*Fortsetzung folgt in Kürze*


Ablauf des Bewerbungsverfahrens (2017)

Ablauf des Bewerbungsverfahrens



Ablauf der 15wöchigen Grundausbildung (2017)

Grundausbildung im 4e Regiment Etranger



Informations- und Bewerbungsbüros der Fremdenlegion


Die Fremdenlegion unterhält heute noch 10 Informations- und Bewerbungsbüros (PILE) in verschiedenen Städten nahe der Grenzen zu den Nachbarländern, sowie 2 in Paris und 2 Vorauswahlzentren (CPS - eines in Paris und eines in Aubagne) in denen sich interessierte Bewerber vorstellen können. Offiziell haben die Bewerbungsbüros nach alter Tradition 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr geöffnet, mit Ausnahme des PILE Marseille, welcher Samstag und Sonntag geschlossen ist. De facto haben aber auch bei der Fremdenlegion die normalen Bürozeiten von etwa 08:00 bis 17:00 Uhr Einzug gehalten. Dennoch kann auch heute noch ein potenzieller Bewerber Mitten in der Nacht sein Glück versuchen, muss aber ggf. damit rechnen abgewiesen zu werden und auf den nächsten Morgen verwiesen zu werden. 




10.10.2017 ---- DIese Seite befindet sich aktuell in Bearbeitung und wird aktualisiert ---- Bitte schauen Sie später wieder herein ....