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Rekrutierung


Werbegrafik von der Webseite der Fremdenlegion
Werbegrafik von der Webseite der Fremdenlegion

 



Die Aufnahmeformalitäten


Hinweis: Die Angaben dienen der allgemeinen Information - Dies ist keine Rekrutierungswebseite der Fremdenlegion
 und Ziel dieser Seite ist es nicht, für einen Beitritt zur Fremdenlegion zu werben, oder gar Anwerbung iSd. §109h StGB zu betreiben !!


Das Mindestalter für eine Verpflichtung bei der Fremdenlegion beträgt zum Bewerbungszeitpunkt 17½ Jahre, das Höchstalter 39½ Jahre und zwar ausnahmslos(!) Minderjährige müssen bei der Rekrutierung eine beglaubigte Einverständniserklärung ihrer Eltern oder ihres gesetzlichen Vormundes vorweisen. Hinsichtlich des Höchstalters ist in den letzten Jahren zu beobachten, dass die Chancen aufgenommen zu werden, bei über 30jährigen proportional zum Alter sinken und Bewerber, welche über 35 Jahre alt sind, eigentlich nur noch eine reelle Chance haben, wenn sie Ausbildungen / Fähigkeiten haben, die bei der Legion generell besonders gefragt sind, oder an denen gerade verstärkt Bedarf besteht, wie es z.B. zwischen -circa- 2010 und 2012 bei (ausgebildeten) Rettungssanitätern/-assistenten der Fall war. In den Jahren 2013 - 2014 lag die Annahmequote bei der Legion im Schnitt bei 1:13, d.h. von 13 Bewerbern hat 1 Bewerber letztlich einen Vertrag erhalten.

Ein Schulabschluss oder Berufsabschluss ist ausdrücklich nicht Voraussetzung für eine Einstellung und erhöht als solches auch nicht die Chance angenommen zu werden, es sei denn, man hat einen Beruf erlernt der bei der Legion gerade besonders gefragt ist.
Das kann z.B. Elektriker sein, oder auch Baumaschinenführer, welche in den Pionierregimentern benötigt werden. Im Übrigen sind alleine die Ergebnisse der Sport- und Eignungstests, welche im Auswahlverfahren durchgeführt werden, maßgeblich. Ein (höherer) Schulabschluss oder eine Berufsausbildung eröffnen auch nicht die Möglichkeit direkt in die Unteroffizierslaufbahn einzusteigen, wie es z.B. bei der Bundeswehr der Fall ist. Jeder neue Legionär beginnt ausnahmslos als Legionär 2° Classe seine Karriere, egal ob Schulabrecher der noch nie beruflich tätig war, oder Abiturient, der schon in der Armee seines Heimatlandes als Unteroffizier oder sogar Offizier gedient hat. Französische Sprachkenntnisse sind für eine Aufnahme ebenfalls nicht erforderlich. Sie werden in der Ausbildung vermittelt. Es ist aber natürlich kein Nachteil schon bei der Bewerbung etwas französisch verstehen zu können, da es vieles erleichtert. 

Besondere Situation seit 2015

Im Jahr 2015 wurden zu den regulären Einstellungen einmalig 700 Bewerber zusätzlich aufgenommen, aufgrund der terroristischen Anschläge in Frankreich. Mit den zusätzlichen Kräften sollen die Antiterroreinsätze "Vigipirate/Sentinelle" verstärkt werden. Für das Jahr 2016 plant das französische Militär ingesamt eine Aufstockung seiner Mannschaftsstärke, wovon auch die Fremdenlegion betroffen ist. So sollen über das Jahr 2016 verteilt wiederum mindestens 500 zusätzliche, neue Legionäre unter Vertrag genommen werden, was die Annahmequote gegenüber den Vorjahren leicht verbessern wird (bei gleichbleibender Bewerberzahl). Die aktuelle Entwicklung im März 2016 zeigt jedoch bereits, dass es nicht bei den vorgenannten 500 zusätzlichen Legionären bleiben wird, sondern die Zahl der neu aufzunehmenden Legionäre um einiges höher liegen wird. Zielvorgabe ist es, die Legion bis 2018 auf 10.000 Mann aufzustocken, was eine Erhöhung der Mannschaftstärke um rd. 32% entspricht. So wird beispielsweise die 13. Halbbrigade der Fremdenlegion (13eme  D.B.L.E.) aktuell neu aufgestellt. Die Halbbrigade war in den Jahren 2011-2015  während Ihrer Stationierung als sog. "Regiment Mixté" in Abu Dhabi quasi nur noch "auf dem Papier" existent. Es dienten dort gerade einmal noch rd. 70 Legionäre. Mit der Rückverlegung nach Frankreich im Mai 2016 wird die Halbbrigade wieder in ein reines Legionsregiment transformiert und auf eine Mannschaftsstärke von 1.200 Mann (plus 100 Mann in einer Reservekompanie - CR) aufgestockt, wobei es sich dabei (ausg. in der CR) ausschliesslich um Legionäre handeln wird. Alleine diese Neuaufstellung zeigt, was in den nächsten 2 Jahren für Veränderungen bei der Fremdenlegion anstehen. Auch in den anderen Regimentern wurde in der Regel eine weitere Kampfkompanie neu aufgestellt (z.B. im 1er R.E.C., 2eme R.E.I. und 2eme R.E.P.)

Für das Jahr 2017 hat die Legion im Februar angekündigt 1.300 neue Bewerber einstellen zu wollen. Dazu kommen die Einstellungen die die Abgänge von derzeit aktiven Legionären kompensieren. Insgesamt liegt man weiterhin im Zeitplan, die Mannschaftsstärke bis Ende 2018 auf 10.000 Mann aufzustocken.
 

Das Aufnahmeverfahren

Man muss für eine Verpflichtung im Besitz eines Ausweises, Reisepasses oder einer beglaubigten Identitätsbescheinigung sein, ausserdem muss ein Rekrut körperlich dazu geeignet sein, an jedem Ort der Welt eingesetzt werden zu können, eine Brille z.B. ist kein Hinderungsgrund für eine Einstellung. Französischkenntnisse sind für eine Einstellung nicht nötig (schaden aber natürlich auch nicht), sie werden während der Ausbildung bzw. Dienstzeit erworben.

EV's vor dem Fort de Nogent



Der Kandidat muss sich bei einem der 11 Rekrutierungsbüros (P.I.L.E.'s) der Fremdenlegion, die über ganz Frankreich verteilt sind und sich -mit Ausnahme der 2 Büros in der Hauptstadt Paris- in Grenznähe zu den Nachbarländern befinden, vorstellen. Die P.I.L.E.'s (Poste de Information de la Legion Etrangere) haben offiziell 24 Stunden an jedem Tag der Woche geöffnet, inoffiziell zu normalen Bürozeiten (auch Samstags und Sonntags - mit Ausnahme des P.I.L.E. Marseille). Alternativ ist auch eine Vorstellung/Bewerbung in einem der 2 Vorauswahlzentren (Centres de Preselection) der Fremdenlegion möglich, von denen sich eines in Paris und das andere in Aubagne befindet.
 

Die Kosten für die Reise zu einem Rekrutierungsbüro sowie eventuell anfallende Visagebühren trägt ausnahmslos der Kandidat, die Fremdenlegion gewährt diesbezüglich keinerlei Hilfen. Auch bei der Beschaffung eines ggf. notwendiges VISUMs (für Visums-pflichtige Staatsangehörige von Non-EU-Staaten) ist die Legion nicht behilflich.



Dinge, die ein potenzieller Bewerber dabei haben muss/sollte:

  • Unbedingt: Ausweispapiere (EU-Bürger: Personalausweis oder Pass - NON-EU-Bürger: Pass)
  • Internationale Geburtsurkunde (nicht älter als sechs Monate)
  • Kopien –am besten beglaubigt- von Ausbildungszeugnissen (Gesellenbrief, Meisterbrief, Diplom usw.)
  • Führerschein(e) - auch z.B. Staplerschein, Bootsführerschein usw.
  • Bargeld (max. 200,00 €)
  • Zigaretten (Raucher)
  • 2 Garnituren Wechselwäsche (Socken, Unterhose, T-shirt)
  • 1 Paar Turn-/Laufschuhe (für die Sporttests - müssen nicht neu sein, am Anfang der Grundausbildung muss der Rekrut ohnehin die regimentseinheitlichen Sportschuhe im Foyer des Regiments erwerben)
  • Hygieneartikel in kleiner Garnitur (Zahnbürste, Zahnpasta, Seife, Duschgel, Einwegrasierer, Rasierseife/-schaum)
  • 1 Handtuch
  • 1 Paar Badelatschen (Flip-Flops)


Abgenommen werden dem Bewerber in jedem Fall:

  • Pass/Ausweis, Bankkarten, Kreditkarten
  • Telefon (Handy / Smartphone - Rückgabe in der Regel am Ende der Grundausbildung)
  • Laptop, iPad, .mp3-player, Walkman
  • Bücher - auch militärische Fachbücher (außer ggf. Wörterbuch)
  • Autoschlüssel, Wohnungsschlüssel
  • Jedwede Art von Waffen (auch Messer) usw.
 

Nach einer ersten, oberflächlichen Befragung und (hier zum großen Teil noch auf den Angaben und Dokumenten beruhend, die der Bewerber selbst macht, bzw. mitbringt) Feststellung der Erfüllung der formellen Aufnahmekriterien im Rekrutierungsbüro werden die Bewerber nach einigen Tagen in das für sie zuständige Vorauswahlzentrum (Paris oder Aubagne) transportiert, wo weitere, intensivere Untersuchungen und Befragungen stattfinden. Wird auch diese Hürde überstanden, folgt die Verlegung ins Hauptauswahl- und Eingliederungszentrum der Fremdenlegion (C.S.I. - Centre de Selection et d’incorporation) in Aubagne (ca. 12 Kilometer östlich von Marseille) wo die eigentliche Feststellung der Tauglichkeit zum Dienst bei der Fremdenlegion anhand von weiteren medizinischen, berufsspezifischen, physischen sowie psychologischen Tests erfolgt, sowie ein "Sicherheitsgespräch" beim "Geheimdienst" der Legion (D.S.P.L.E.) erfolgt. Spätestens dort kommen auch etwaige Vorstrafen heraus, welche einer Verpflichtung entgegenstehen, denn im Gegensatz zur landläufigen -vor allem im deutschsprachigen Raum verbreiteten- Meinung haben Schwerkriminelle, Gewalttäter, Drogenstraftäter, Deserteure oder von den Behörden der Heimatländer zur EU- oder weltweiten Festnahme ausgeschriebene Personen keine Chance in der Legion aufgenommen zu werden. Über kleinere Vergehen aus der Vergangenheit (sog. "Jugendsünden") wird -insoweit die Strafe dafür verbüßt, oder sonst erledigt ist-  in der Regel hinweggesehen. Nach positiver Beendigung aller dieser Tests und dem -letzlich entscheidenen- "O.K." der sog. Verpflichtungskommision unterschreibt der Kandidat einen bedingungslosen Vertrag von 5 Jahren, mit welchem er sich zum Dienst bei der Fremdenlegion verpflichtet, egal wo immer auf der Welt die Legion ihn einsetzen will.Bei anderen Armeen verdiente Grade und Dienstjahre werden nicht berücksichtigt, ein neuer Rekrut bei der Fremdenlegion beginnt seine Laufbahn immer und ausnahmslos als Legionär 2. Klasse (légionnaire 2ème classe).


Körperliche/Medizinische Voraussetzungen:

BMI (Body Mass Index)
zwischen 20 und 30. Der BMI berechnet sich wie folgt: Gewicht / (Größe*Größe)
Beispiel: 80 KG / (1,75m*1,75m) = BMI von ~ 26 (genau:
26.1224489796)

Zähne: Gesunde und gepflegte Zähne,
mastikatorischer Koeffizient (Zahnarzt fragen) größer oder gleich 40%, Zahnlücken max. 4-6 (abhängig vom "Zahnwert") - ggf. empfiehlt sich eine gründliche Zahnsanierung vor einer Bewerbung

Krankheiten:  HIV, Hepatitis, TBC, Krebs, Diabetes, Blutarmut stehen einer Verpflichtung in jedem Fall entgegen. Ebenso andauernde chronische Krankheiten, behandlungsbedürftige psychiatrische Befunde, nicht -richtig- verheilte Knochenbrüche, wiederholte Kniescheibenluxation, zu geringe Sehstärke (maximal erlaubte Werte: - 10 Dioptrin, + 8 Dioptrin), zu geringes Hörvermögen


Die Tests

Seh- und Hörstest (s.o.)

Sporttest:

Die Sport- und Fitnesstests sind für einen normal bis gut sportlich trainierten Menschen im signifikanten Alter problemlos zu bestehen. Grundsätzlich kann und sollte sich der Bewerber auf folgende Tests einstellen:

  • Cooper-Test (Lauftest von 12 Minuten Dauer, zurückzulegende Strecke min. 2600m)
  • Luc Leger Lauf-Test (Beep-Test)
  • Sit-ups (50 Stück)
  • Klimmzüge (3-5 Stück - ordentlich ausgeführt wie vom Prüfer erklärt, jeweils(!) aus hängender Grundposition mit gestreckten Armen ausgeführt, Kinn über der Stange)
  • Seilklettern (6m - mit und/oder ohne Fußeinsatz) 

Es werden nicht alle genannten Tests auch tatsächlich durchgeführt. Welche davon, ist eine Entscheidung des jeweiligen Prüfers, bzw. ggf. Inhalt neuer Richtlinien. Beispielsweise war der Cooper-Test offiziell bereits durch den Luc-Leger Test abgelöst, wurde später aber dennoch immer wieder gerne mal "eingestreut". Auch die Mindestanforderungen können geringfügig variieren, so dass die genannten Werte nicht als "in Stein gemeisselt" zu betrachten sind, aber schon als Mindestrichtwerte angenommen werden können. Aktuell (2016) ist in jedem Fall mit der Durchführung des Luc-Leger Tests und dem Abverlangen von 3 oder 4 sauberst ausgeführten Klimmzügen zu rechnen. Insbesondere bei den Klimmzügen kann es passieren, dass diese dem Prüfer beim ersten Mal nicht gut genug sind und man sie wiederholen muß. Ein Bewerber sollte also in der Lage sein, wenigstens 2mal hintereinander 3 - 4 Klimmzüge auszuführen, wobei der 2te Durchgang besser als der erste sein sollte. Die Klimmzüge sind oft der allererste Test, der überhaupt durchgeführt wird. Teilweise sogar schon im Rekrutierungsbüro, wenn dort bereits eine erste "Aussiebung" der Kandidaten vorgenommen wird, was zwar nicht die Regel ist, aber vorkommen kann. Wer dort "versagt" ist bereits 10 Minuten nach "Beginn" seiner Bewerbung wieder auf dem Weg nach Hause. 


Psychotechniktest:

Diese Tests sind aufgebaut, wie die normalen, auch im Internet zu findenden,  IQ-Tests, die auch viele Firmen in Deutschland bei Einstellungstests nutzen:

Zahlenreihen vervollständigen, Formen zuordnen, Begriffe in Zusammenhang setzen usw.



Interviews:

Ein sehr wichtiges Kriterium bei der Bewerberauswahl stellen auch die sog. Interviews dar, bei denen der Bewerber zum einen durch einen Angehörigen der D.S.P.L.E., dem "Geheimdienst" der Fremdenlegion, mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird. Die Antworten auf viele Fragen zu Vorstrafen oder sonstigen "Problemen" mit der Polizei, die vom Interviewer gestellt werden, kennt dieser bereits aus dem Dossier, welches über den Bewerber durch Anfragen bei den Sicherheits- und Polizeibehörden seines Heimatlandes erstellt wiurde. Wo sich ein Mongole oder Peruaner vielleicht noch Hoffnung auf einen zähen Informationsfluß zwischen den Behörden machen kann, trifft das auf Deutsche oder sonstige Bewerber aus West- und Mitteleuropa nicht zu. Hier geht es also in erster Linie darum, ob ein Bewerber Vorstrafen verschweigt (bzw. dies versucht) oder von vornherein ehrlich ist. Wer hier versucht, den Interviewer "für Dumm zu verkaufen" ist so gut wie ausgeschieden. Diese Interviews mit einem Angehörigen der D.S.P.L.E. finden u.U. auch mehrfach während des Bewerbungsverfahrens statt.


Der zweite wesentliche Teil der Interviews bezieht sich auf die Motivation der Bewerber, die sich hauptsächlich an zwei Grundfragen festmacht

  • Warum willst Du zur Legion?
  • Warum sollte die Legion gerade Dich nehmen und keinen der 10 anderen Deiner Gruppe, die noch vor der Tür stehen?

Darauf sollte der Bewerber in der Lage sein, eine Antwort zu geben. Diejenigen Bewerber, deren Wissen und Vorstellung über die Legion ausschliesslich aus einigen im Internet geschauten "Action-Videos" über die Legion besteht, schneiden hier eher weniger gut ab, um es moderat auszudrücken.

 

 

Die folgende Grafik stellt das Auswahlverfahren (Stand 2015) bis zur Unterzeichnung des ersten 5-Jahres-Vertrages dar:

Auswahlverfahren

 


Bei negativem Ausgang eines maßgeblichen Eignungstests wird der Kandidat sofort wieder ins Zivilleben zurückgeschickt (ausgestattet mit einer kostenlosen Bahnfahrkarte in die Stadt, in der das Rekrutierungsbüro liegt, in dem er sich zunächst gemeldet hat), unabhängig davon an welcher Stelle des Auswahlverfahrens er sich gerade befindet. Je nach Grund der Ablehnung bekommt der Bewerber einen der folgenden 2 Vermerke:

  • Inapte definitif (entgültige Ablehnung)
  • Inapte temporaire (vorläufige Ablehnung)

Die weitaus meisten abgelehnten Bewerber erhalten den Vermerk "Inapte definitif", was vielfältige Gründe haben kann (neben medizinischen/gesundheitlichen Gründen hauptsächlich das Alter, Vorleben, zu schlecht bei den Tests, allgemein charakterlich nicht für den Militärdienst/den Dienst bei der Fremdenlegion geeignet, u.v.m.). Den Vermerk "Inapte temporaire" erhalten Bewerber, die im Grunde geeignet für den Dienst in der Fremdenlegion erscheinen, jedoch z.B. aufgrund einer plötzlich, während der Bewerbungsphase aufgetretenden Krankheit oder Verletzung, bei einem der Tests (z.B. einem der Sporttests) knapp unter den Mindestanforderungen geblieben sind. Diese Bewerber erhalten eine 2. Chance und haben die Möglichkeit nach einer Wartezeit (meist 4-6 Monate) das Testverfahren erneut zu durchlaufen.


Erhält ein Bewerber jedoch "seinen Vertrag" wird er -und zwar übergangslos, ohne zwischenzeitlich nochmals nach Hause zurückkehren zu können um dort Dinge zu erledigen, wie z.B. die Wohnung zu kündigen oder ähnliches, wie vielfach von schlecht informierten Bewerbern geglaubt wird- ins 4eme Regiment Etranger nach Castelnaudary (dem Ausbildungsregiment der Fremdenlegion) überstellt, wo er seine knapp 4 Monate (15-16 Wochen) dauernde Grundausbildung absolviert. 


Die folgende Grafik stellt den Ablauf der Grundausbildung (Stand 2015) bis zur Versetzung ins Stammregiment dar:

Grundausbildung

 



Der erste Vertrag



Der erste Vertrag, den ein neuer Rekrut unterschreibt, läuft über 5 Jahre. Während zu früheren Zeiten eine Auflösung des Vertrages, nachdem man einmal unterschrieben hatte, außer in speziellen Fällen nicht mehr vor Ablauf dieser 5 Jahre möglich war (weder von Seiten der Legion, noch der des Legionärs) wird heute mindestens die Zeit bis zum Ende der  etwa 4 Monate dauernden Grundausbildung (im Ausbildungsregiment der Fremdenlegion, dem 4ème Régiment Etranger in Castelnaudary, ca. 60 Kilometer südöstlich von Toulouse) als "Probezeit" betrachtet, in der der Engage Volontaire, aber auch die Legion, den Vertrag ohne besondere Probleme beenden, bzw. rückgängig machen kann.


Der Einstiegssold für einen Legionnaire 2eme Classe (den Dienstgrad bekleidet man nach Ende der 8wöchigen Grundausbildung) beträgt 1.280 Euro netto im Monat (Stand 2014) + etwaige Zulagen für "Tage im Gelände" und Einsätze außerhalb des franz. Mutterlandes, wobei anzumerken ist, dass er (bis einschliesslich Dienstgrad Caporal) für Unterkunft, Verpflegung, Renten- und Krankenversicherung sowie Dienstkleidung nichts bezahlen muss. Der empfangene Sold steht also uneingeschränkt zu seiner persönlichen Verfügung, mit Ausnahme der Kosten für eine Unfall-/Lebensversicherung, die der Legionär auf eigene Kosten abzuschliessen hat. Der Sold steigert sich mit den Dienstjahren und abhängig vom erreichten Dienstgrad sowie Einsatzort / Regiment. So werden z.B. im 2e R.E.P. Zulagen für Luftlandetruppen gezahlt, im 3e R.E.I. und im D.L.E.M. Zulagen für Einsätze in Überseedepartements.


Im Anschluss an seine Grundausbildung wird der junge Legionär dann -seiner speziellen Eignung entsprechend- einem Regiment zugeteilt und zwar dort, wo die Legion denkt, ihn am sinnvollsten einsetzen zu können, wobei in der Praxis eine Versetzung zum D.L.E.M. direkt nach der Grundausbildung nicht vorkommt, da der Dienst dort relativ begehrt ist und es sich um eine sehr kleine Einheit handelt. Eine Versetzung dorthin ist also -wenn überhaupt- erst wahrscheinlich, wenn man bereits einige Jahre gedient hat. Dasselbe galt bis zu deren Rückverlegung ins französische Mutterland im Mai 2016 für die 13eme D.B.L.E., da während deren Stationierung in Dschibouti und später Abu Dhabi ein beträchtlich höherer "Auslandssold" gezahlt wurde, was den Dienst dort sehr begehrt machte. Hingegen ist eine Versetzung in das, das neben dem D.L.E.M: letzte verbliebende "Überseeregiment" und in Französisch-Guyana stationierte 3eme R.E.I.auch direkt nach der Grundausbildung (ggf. auch auf Wunsch) möglich, da es sich hierbei um ein für Überseeverhältnisse relativ großes Regiment handelt und auch der "Dienst aufgrund hohen Soldes" dort nicht begehrt ist, da dort kein "Auslandssold" gezahlt wird, sondern lediglich eine Zulage für Stationierung in einem Überseedepartement (Guyana ist aus französischer Sicht kein Ausland, sondern Teil Frankreichs und damit auch Teil der EU). Dasselbe gilt seit 2011 im Übrigen auch für die Insel Mayotte, somit für das D.L:E.M.. Daher gibt es aktuell -seit Mai 2016- zum ersten Mal seit mehr als 150 Jahren kein einziges Regiment der Fremdenlegion mehr, welches im "Ausland" (aus franz. Sicht gesehen) stationiert ist.

Vertrag





Die Standorte der Fremdenlegion (Stand 2014):


  • 1er Régiment Etranger (Aubagne, Bouches-du-Rhône)

  • 4ème Régiment Etranger (Castelnaudary, Aude)

  • 1er Régiment Etranger de Cavalerie (Camp de Carpiagne, bei Cassis, Bouches-du-Rhône)

  • 2ème Régiment Etranger d'Infanterie (Nîmes, Gard)

  • 1er Régiment Etranger de Génie (Laudun, Gard)

  • 2ème Régiment Etranger de Génie (Saint Christol, Vaucluse)

  • 2ème Régiment Etranger de Parachutistes (Calvi, Korsika)

  • 3ème Régiment Etranger d'Infanterie (Kourou, Französisch Guyana/Südamerika)

  • 13ème Demi-Brigade de la Légion étrangère (Camp du Larzac, bei La Cavalerie, nordwestlich von Montpellier)

  • Détachement de la Légion étrangère à Mayotte - D.L.E.M. (Insel Mayotte, Indischer Ozean)

Im Laufe der Dienszeit bei der Fremdenlegion ist ein dreijähriger* Überseeaufenthalt (Sejour / M.L.D.) oder mehrere kurzzeitige (4-6 Monate dauernde = M.C.D.) Übersseaufenthalte in Dschibuti (dort nur noch M.C.D. im Rahmen des 51° RIAOM), Französisch Guyana, oder auf der Insel Mayotte im indischen Ozean sehr wahrscheinlich.

*(bis Ende 2014 betrug die Aufenthaltszeit grds. 2 Jahre mit der Option der Verlängerung um 1 Jahr)


Die Dienstgrade bei der Fremdenlegion (einschl. Offiziere bis Oberst):
 

Mannschaftsgrade:

  •     Légionnaire 2ème classe (Legionär 2. Klasse)
  •     Légionnaire 1er classe (Legionär 1. Klasse / Gefreiter nach NATO-Rank-Code, bei der Legion jedoch kein eigentl. Dienstgrad)
  •     Caporal (Obergefreiter), bei der Kavallerie "Brigadier" genannt
  •     Caporal-Chef (Hauptgefreiter), bei der Kavallerie "Brigadier-Chef" genannt

Unteroffiziersgrade:

  •     Sergent (Unteroffizier / Stabsunteroffizier), bei der Kavalerie "Marechal de logis" genannt
  •     Sergent-Chef (Feldwebel / Oberfeldwebel), bei der Kavalerie "Marechal de logis-Chef" genannt
  •     Adjudant (Hauptfeldwebel / nach NATO-Rank-Code eigentl. Stabsfeldwebel, jedoch bei der Legion mit den klassischen Aufgaben eines Hauptfeldwebels betraut, z.B. Zugführer oder Kompaniefeldwebel (Spiess)   

  •     Adjudant-Chef (Stabsfeldwebel / nach NATO-Rank-Code eigentl. Oberstabsfeldwebel)
  •     Major (Oberstabsfeldwebel)

Offiziersgrade:

  •     Aspirant (Fähnrich / Oberfähnrich)
  •     Sous-Lieutenant (Leutnant)
  •     Lieutenant (Oberleutnant)
  •     Capitaine (Hauptmann)
  •     Commandant (Major) - auch als "Chef de Battalion" oder bei der Kavallerie "Chef de Escadrons" bezeichnet

  •     Lieutenant-Colonel (Oberstleutnant)
  •     Colonel (Oberst)

 

Die Beförderungen zu höheren Dienstgraden hängen von der Intelligenz, körperlicher und medizinischer Eignung, Befehlseignung und guter Führung ab. Statistisch gesehen hat jeder vierte Legionär die Möglichkeit zu einer Karriere als Unteroffizier. Natürlich hat jeder Unteroffizier bei der Fremdenlegion einmal als Legionär 2. Klasse angefangen. Die Möglichkeit eines "Quer-Einstiegs" direkt in einen Unteroffiziersdienstgrad, wie das etwa bei der deutschen Bundeswehr unter bestimmten Bedingungen / Voraussetzungen möglich ist, gibt es bei der französischen Fremdenlegion nicht - auch nicht im Ausnahmefall. Die Offiziere sind in erster Linie -naturale- Franzosen, die eine der französischen Offiziersschulen (z.B. St. Cyr) absolviert haben und dann für eine gewisse Zeit Dienst bei der Fremdenlegion tun. Nicht selten kommt es vor, dass höhere Offiziere, welche als Oberstleutnant oder Oberst das Kommando über ein Regiment der Fremdenlegion übernehmen, bereits als junge Leutnants schon einmal in Diensten der Legion standen, aber dann zwischenzeitlich über Jahre beim "regulären" Heer dienten, bevor sie -ggf.- zur Legion zurückkehren. Grundsätzlich können sich bei entsprechender Eignung auch (ausländische) Unteroffiziere, die als einfacher Legionär begonnen haben, bis zum Offizier hochdienen. Dies kommt allerdings nur sehr selten vor. Voraussetzung ist die Annahme der französischen Staatsbürgerschaft und -wie auch bei den "naturalen" Franzosen- das absolvieren einer Offiziersschule (Zulassungsvoraussetzung hierfür ist das franz. Abitur). Diese Offiziere werden in den Reihen der Legion "Officier Kepi Blanc" genannt, also Offizier, der mit dem Kepi Blanc (als einfacher Legionär) angefangen hat. Einer der bekanntesten deutschen "Officiers Kepi Blanc" der jüngeren Vergangenheit war der Lieutenant-Colonel (Oberstleutnant) Hans Eberle - um nur ein Beispiel von vielen möglichen zu nennen. 


In erster Linie ist ein Fremdenlegionär immer Soldat. Während seiner Vertragszeit kann er sich jedoch -je nach Bedarf der Führung der Legion- verschiedene Fachkenntnisse durch spezielle Ausbildungen und Lehrgänge aneignen, die er nach seiner Zeit bei der Fremdenlegion im Zivilleben gut gebrauchen kann, wie zum Beispiel Buchführer, LKW- und Busfahrer, Maurer, Elektriker, Automechaniker, usw.



Fortführung der Karriere nach dem ersten Vertrag von 5 Jahren



Im Anschluss an seinen ersten Vertrag von 5 Jahren kann sich der Legionär für -jeweils- 6 Monate beziehungsweise 1, 2 oder 3 Jahr(e) weiterverpflichten, wobei seit einiger Zeit für eine Verpflichtung über 6 Jahre hinaus die Bedingung besteht, dass -mindestens- der Dienstgrad Caporal erreicht sein muß, für eine Verlängerung über 14 Jahre hinaus mindestens der Dienstgrad Caporal-Chef, was im Umkehrschluß bedeutet, dass ein Legionär, der nach 6 Jahren noch nicht Caporal, bzw. nach 14 Jahren noch nicht Caporal-Chef ist, die Legion verlassen muß - Da man um für den Caporalslehrgang zugelassen zu werden in der Regel noch eine Restdienstzeit von 2 Jahren haben muß, muß der Legionär also dafür Sorge tragen, dass er nach spätestens 3, allerspätestens 4 Jahren den Caporalslehrgang absolviert, wenn er über 6 Jahre hinaus bei der Legion dienen will, bis zu einer Gesamtvertragszeit von 21 Jahren oder -je nach erreichtem Dienstgrad- unter Umständen noch länger, wobei wiederum ein oder mehrere kurzzeitige oder bis zu 3 Jahren dauernde Überseeaufenthalte wahrscheinlich sind, bei denen sich der Sold beträchtlich erhöht. Ab 21 Jahren Dienstzeit besteht ein -sofortiger- Pensionsanspruch, der nach dem Ausscheiden (auch ins Ausland) bezahlt wird. Die Mindestdienstzeit für den sofortigen Pensionsanspruch wurde in den letzten Jahren mehrfach erhöht. Während es jahrzehntelang 15 Jahre waren, wurden Ende der 2000er Jahre nach und nach 17 Jahre, 17,5 Jahre, 18 Jahre, 20 Jahre bis aktuell 21 Jahre verlangt. Es ist zwar nach wie vor möglich nach 17 Jahren (Stand 2016) auszuscheiden und eine sofortige Pension zu bekommen, jedoch nur mit (erheblichen) Abschlägen, je mehr Dienstjahre bis zu den regulären 21 Jahren fehlen. Ingesamt ist das "Rentensystem" relativ kompliziert, vor allem was die Höhe der Zahung angeht, da es auch darauf ankommt, wie und wo man während seiner Dienstzeit eingesetzt war. So können die Rentenhöhen selbst bei Legionären mit dem selben Dienstgrad beim Ausscheiden und der selben Dienstzeit erheblich voneinander abweichen, wenn z.B. der eine hauptsächlich in Stabseinheiten tätig war (welche idR. nicht an Auslandseinsätzen teilnehmen) und der andere in Kampfkompanien und eine große Anzahl Auslandseinsätze absolviert hat.

Die 21 Dienstjahre stellen jedoch keine Höchstdienstzeit dar. Es gibt nicht wenige Legionäre, die der Legion fast 40 Jahre lang gedient haben, wie der bereits erwähnte Oberstleutnant Hans Eberle (37 Jahre Dienstzeit) oder der kroatischstämmige Oberstleutnant Zlatko Sabljic mit 38 Jahren Dienstzeit (der seit siener Pensionierung den Altersruhesitz der Legion in Auriol als Directeur leitet). Nach dem letzten Vertrag besteht (bei min. 9jähriger Dienstzeit) ausserdem der Anspruch auf einen (bezahlten) Wiedereingliederungslehrgang ins Zivilleben.

Legionäre, die kürzer als die Mindestdienstzeit für die Sofortpension gedient haben (z.B. 5 Jahre) haben für diese Zeit ebenfalls einen Pensionsanspruch. Diese wird jedoch erst gezahlt, wenn das "normale" Rentenalter (also Mitte/Ende 60) erreicht ist und die normale Altersrente für den später ausgeübten Zivilberuf gezahlt wird.




Verschiedenes



Nach dreijähriger Dienstzeit kann ein Legionär einen Antrag auf die französische Staatsbürgerschaft stellen, dem in der Regel auch stattgegeben wird. Alternativ kann ein Legionär -nach mindestens 3 Jahren Dienstzeit- einen Antrag auf eine (erneuerbare) 10-jährige Aufenthaltsgenehmigung in Frankreich stellen, welchem normalerweise "automatisch" stattgegeben wird, sofern der Legionär das "certificat de bonne conduite" (Zeugnis -der Legion- über gute Führung) vorlegen kann. Dieses erhält der Legionär nach seiner ehrenhaften Entlassung aus der Legion, also nach frühestens 5 Jahren (Ausnahme: der Vertrag wird vor Ablauf von 5 Jahren, z.B. aus gesundheitlichen Gründen aufgelöst) Die letztendliche Verleihung der französischen Staatsbürgerschaft erfolgt jedoch meist einige Jahre später, bzw. wenn man nach 5jähriger Dienstzeit aus der Legion ausscheidet, frühestens zu diesem Zeitpunkt.Ein großer Mythos, der die Legion seit vielen Jahrzehnten umgab, das "Anonymat" (die neue Identität), ist seit 2010 weitestgehend abgeschafft. Heute wird -grundsätzlich- zwar jeder Legionär mit Unterschrift unter den Vorvertrag noch mit einer "fiktiven Identität" ausgestattet, die jedoch -in der Regel- relativ schnell wieder erlischt. *[Bitte rote Anmerkung unterhalb beachten] Ausnahmen gibt es dort, wo der Legionär ausdrücklich eine neue Identität wünscht. Das hat in den allermeisten Fällen, entgegen der landläufigen Meinung, jedoch weniger mit "Leichen im Keller" zu tun, sondern schlicht damit, dass der Legionär Probleme in seinem Heimatland bekommt, wenn sein Beitritt zur Legion dort bekannt wird. So wird z.B. Österreichern die österreichische Staatsbürgerschaft aberkannt, wenn sie einer fremden Armee beitreten. Für Schweizer ist ein Beitritt zu einer fremden Armee strafbar. Allerspätestens bekommt man die alte Identität mit dem Austritt aus der Legion zurück und zwar auch dann, wenn man die französische Staatsbürgerschaft angenommen hat. Dies war im Übrigen schon immer der absolute Regelfall. Die Fälle, wo ein Legionär nach seinem Austritt aus der Legion echte französische Papiere auf seinen "Phantasienamen" ausgestellt bekam, sind -nach meinen Recherchen- äußerst selten gewesen und meist mit "sehr speziellen Hintergründen" behaftet. Nach aktueller Rechtslage darf lediglich der Vorname "frankophon" angepasst werden, so dass aus einem Johannes Müller ein Jean Müller werden kann (Stefan = Stephane usw.)

*Seit 2010 wurden die Regelungen zum Anonymat mehrfach (mind. 4 mal) geändert. Die aktuelle Regelung (Stand: Sommer 2016) lautet:

Jeder Bewerber wird mit Unterschrift unter den Vorvertrag (im Vorauswahlzentrum Paris oder Aubagne) mit einer fiktiven Identität ausgestattet, mit der er -vorausgesetzt er besteht alle Tests und wird angenommen, erhält also seinen entgültigen Vertrag über zunächst 5 Jahre- die 4monatige Grundausbildung in Castelnaudary durchläuft. Direkt nach der Grundausbildung kann das Verfahren zur Wiederherstellung der echten Identität (RSM) eingeleitet werden, welches einige Wochen oder Monate (in Extremfällen auch Jahre) in Anspruch nimmt - es ist u.a. auch davon abhängig wie schnell der Legionär die dafür erforderlichen Papiere aus seinem Heimatland beschaffen kann.



Sprache


Kenntnisse der französischen Sprache sind für eine Bewerbung und Einstellung ausdrücklich nicht erforderlich. Die wichtigsten Grund-Begriffe (Befehle, Kommandos, sonst. militärischer Wortschatz) werden während der Ausbildung vermittelt, bzw. adaptiert. Da Französisch neben Kommandosprache natürlich auch Umgangssprache ist, findet ein Lernprozess im alltäglichen Leben automatisch statt.



Militärische Vorausbildung



Es wird ausdrücklich keine militärische Vorausbildung vorausgesetzt, um der Fremdenlegion beitreten zu können. Die Grundausbildung im 4e Regiment Etranger in Castelnaudary beginnt für alle Engages Volontaires ("Freiwillige Bewerber") bei "Nulll". Die Ausbildung ist auch keineswegs mit Abschluß der Grundausbildung beendet, sondern geht nahtlos im Stammregiment weiter. Die meisten länger dienenden Legionäre würden sagen, dass sie dort erst beginnt. Tätsächlich wird in kaum einer anderen europäischen Armee so permanent und dauerhaft auf den "scharfen Einsatz" hintrainiert, wie in der Fremdenlegion - jedenfalls soweit es die Kampfkompanien der Regimenter angeht. Diese üben in der Regel mehrmals jährlich auf speziellen Truppenübungsplätzen, wie dem CENTAC, CEITO, CENTZUB, um nur diese 3 zu nennen. Dazu kommen die Trainingszentren in Übersee: Das CECAD (ehem. CECAP), die Wüstenkampfschule der franz. Armee in Dschibouti, welche seit dem Abzug der 13e D.B.L.E. dort vom 51e R.I.A.O.M. betrieben wird; das CAOME im Senegal; die neue Wüstenkampfschule der Fremdenlegion (CECAM) in Abu Dhabi, betrieben von der 13e D.B.L.E. (bis zu ihrem dortigen Abzug Mitte 2016, seitdem vom 5e Régiment de Cuirassiers) und schliesslich das wohl berühmteste Trainingszentrum, das CEFE, die Dschungelkampfschule der Fremdenlegion in Französisch-Guyana, betrieben vom 3e R.E.I.. Während der ersten 5 Dienstjahre wird ein Legionär eines Kampfregiments in der Regel zumindest 1-2   dieser Auslandstrainingszentren absolvieren, mit zunehmender Dienstzeit weitere. Der Begriff des "Entrainement permanente" (ständiges Training) wird kaum irgendwo wörtlicher genommen, als bei der Legion.


Dennoch ist eine militärische Vorausbildung, z.B. durch Ableistung des Wehrdienstes im Heimatland ( wie z.B. in der Bundeswehr als GWDL, bzw. FWDL), keineswegs von Nachteil - im Gegenteil. Zum einen haben Bewerber mit einer militärischen Vorausbildung in einer Kampfeinheit (Fallschirmjäger, Fernspäher, Panzergrenadiere etc.), auch wenn sie nie im scharfen Einsatz waren, meist etwas bessere Chancen beim Auswahlverfahren, zum anderen haben sie einige Grundprinzipien des Soldatenberufes, wie das Prinzip von Befehl und Gehorsam oder das militärische Zusammenleben mit vielen Kameraden auf engem Raum bereits verinnerlicht, so dass zumindest diese Dinge kein Neuland für sie darstellen, wie es bei nicht vorgebildeten Bewerbern meist der Fall (und manchmal auch ein Problem) ist.  





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Werbegrafik von der Webseite der Fremdenlegion


Informations-/Rekrutierungsstellen der Fremdenlegion Frankreich Nord (Stand 2015)

Die P.I.L.E.'s (Poste de Information de la Legion Etrangere) haben offiziell 24 Stunden an jedem Tag der Woche geöffnet, inoffiziell zu normalen Bürozeiten, also ca. 08:00 bis 16:00 Uhr (auch Samstags und Sonntags - mit Ausnahme des P.I.L.E. Marseille)


Paris 1

Poste Légion étrangère de Vincennes

Fort Neuf de Vincennes

Boulevard des Maréchaux

94300 VINCENNES


Paris 2

Poste d'information de la Légion étrangère - Fort de Nogent

Boulevard du 25 août 1944

94120 FONTENAY SOUS BOIS

Tel : (33) 06 48 10 73 97


Lille

Poste d'information de la Légion étrangère - Lille

Caserne Négrier

Rue Princesse

59000 LILLE armées

Tel : (33) 03 28 36 08 72

Strasbourg

Poste d'information de la Légion étrangère - Strasbourg

Quartier Lecourbe

1, rue d'Ostende

67000 STRASBOURG

Tel : (33) 03 88 61 53 33

Nantes

Poste d'information de la Légion étrangère - Nantes

Quartier Richemont

16 rue des Rochettes

44013 NANTES cedex 1

Tel : (33) 02 28 24 20 70


Informations-/Rekrutierungsstellen der Fremdenlegion Frankreich Süd (Stand 2014)


Lyon

Poste d'information de la Légion étrangère - Lyon

26 avenue Leclerc

Quartier général Frère

69998 LYON armées

Tel : (33) 04 37 27 26 50

Fax : (33) 04 37 27 35 48

Marseille

Poste d'information de la Légion étrangère - Marseille

28, rue des Catalans

13007 MARSEILLE

Tel: (33) 04 13 59 47 90

Sa. und So.: geschlossen


Nizza

Poste d'information de la Légion étrangère - Nice

Caserne Filley

2 rue Sincaire

06300 NICE

Tel : (33) 04 93 80 59 06

Perpignan

Poste d'information de la Légion étrangère - Perpignan

Caserne Joffre

Rue Jean Vieilledent

BP 917

66 020 PERPIGNAN

Tel : (33) 04 68 08 22 81

Toulouse

Poste d'information de la Légion étrangèren - Toulouse

2 rue Pérignon, BP 65028

31 000 TOULOUSE cedex



Bordeaux

Poste d'information de la Légion étrangère - Bordeaux

260, rue Pelleport

33800 BORDEAUX

Tel : (33) 05 56 92 99 64




Rekrutierungszentren (Vorauswahlzentren) der Fremdenlegion (Stand 2014)


Paris (Frankreich Nord)

Centre de présélection - Fort de Nogent  (gleichzeitig P.I.L.E.)

Boulevard du 25 août 1944

94120 FONTENAY SOUS BOIS

Tel : (33) 06 48 10 73 97



Aubagne (Frankreich Süd)

Centre de présélection - Aubagne

Quartier Vienot - Route départementale 2

B.P. 11 354

13 784 AUBAGNE Cedex

Tel : (33) 04 42 18 12 57


Weitere Informationen zur Organisation der Rekrutierung bei der Fremdenlegion im Menü links unter Regimenter > G.R.L.E.





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