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Aufgestellt 1841 in Algerien - Standort heute: Caserne Colonel de CHABRIERES in Nîmes/Südfrankreich
Regimentsstärke 2017: 1.333 Mann - Regimentskommandeur (seit Sommer 2016): Colonel
Steve CARLETON



Das 2ème R.E.I. wurde 1841 durch Zusammenlegung des 4. und 5. Bataillons der Fremdenlegion gegründet. Seit 1841 wurde das Regiment mehrfach aufgelöst und wieder aufgestellt, zuletzt 1972 bei der Wiederbegründung des "Groupement de la Légion Etrangère" in Bonifacio auf Korsika. Seit 1982 ist das 2ème R.E.I. in Nîmes stationiert. Das Regiment ist mit VAB Rad-Truppentransport-Panzern ausgerüstet, sowie seit Anfang 2015 im Rahmen des Programms "Scorpion"  mit -zunächst- 17 VCBI (
Véhicule Blindé de Combat d'Infanterie - Infanterie-Rad-Schützenpanzer) und gehört -wie auch das 1er Régiment Etranger de Cavalerie (1er R.E.C.) sowie das 1er Régiment Etranger de Génie (1er R.E.G.) und seit 2016 die 13eme Demi Brigade de Legion Etrangere (13e D.B.L.E.) - als eines von 3 Infanterieregimentern zur 6ème Brigade Légère Blindée (6ème BLB - 6. leichtgepanzerten Brigade des französischen Heeres). Es ist mit das am meisten eingesetzte Regiment der Fremdenlegion mit häufigen Einsätzen in Afrika (Tschad, Senegal, Mali, Zentralafrika, Dchibouti usw.) sowie in letzter Zeit immer häufiger als Teil des französischen Kontingentes im Rahmen der UNO-Missionen auf dem Balkan (FORPRONU, IFOR, SFOR) und für die NATO in Afghanistan. Ebenso war nahezu das komplette Regiment 1990/1991 im 2. Golfkrieg als Teil der "Division Daguet" gegen Saddam Hussein im Einsatz. Ab Mai 2013 stellten Teile des 2ème R.E.I. (u.a. die 4ème Compagnie) im Verbund der 6ème BLB das Personal für die GTIA "Desert" im Rahmen der "Operation Serval" in Mali. 

Das 2eme R.E.I. ist mit 1333 Mann das grösste Regiment der Fremdenlegion, sowie derzeit das mannschaftsstärkste Infanterieregiment des gesamten französischen Heeres. Lediglich das Ausbildungsregiment der Fremdenlegion, das 4eme Regiment Etranger, erreicht aktuell im Rahmen der Mannschaftsaufstockung der gesamten Fremdenlegion (2015 bis 2018) auf 10.000 Mann höhere Mannschaftszahlen (bis 1600 Mann). Als reines Kampfregiment ist es in nahezu ständiger Alarmbereitschaft und somit sehr kurzfristig (in der Regel binnen 24 Stunden) voll einsatzfähig. Die Angehörigen des 2eme R.E.I. kommen aus 81 Nationen. Die Osteuropäer stellen mit 42% den größten Anteil, hiervon wiederum die Rumänen die größte Gruppe. Ebenfalls 42% der Regimentsangehörigen sind frankophon. Mit nur 6% ist der Anteil von Asiaten relativ gering für Legionsverhältnisse. (Stand 2010)
.






Das 2eme R.E.I. wird aus acht Kompanien gebildet:

  • der Compagnie de Commandement et de Logistique" (C.C.L.)

  • der Compagnie d'Appui (C.A.), bestehend aus 4 Sectionen (Zügen):
  • 1 Zug Panzerabwehr - SAC (Section Antichar)
  • 1 Zug direkte Unterstützung - SAD (Section d'appui direct)
  • 1 Zug Scharfschützen - STE (Section Tireurs de Elite)
  • 1 Zug Aufklärung und Sicherung (SAED - Section d'aide à l'engagement débarqué)

  • der Compagnie de Reserve (8e Cie.)

  • 5 Kampfkompanien mechanisierte Infanterie (Compagnies de Combat 1 bis 5)
  • bestehend aus jeweils 4 Infanteriezügen (Sections Combat)
  • jeweils einer der Infanteriezüge pro Kompanie hat die Ausbildung und Ausrüstung bei Bedarf direkt von einem Infanteriezug in einen schweren Unterstützungszug (Section d'appui) umgegliedert zu werden, wobei dann 1 Gruppe Panzerabwehr (Groupe MILAN) und 1 Mörsergruppe (Groupe Mortier 81mm LLR) Bestandteil des Zuges sind.

Die 5eme  Compagnie de Combat, welche im Sommer 2014 aufgelöst wurde, wurde im Juni 2015 mit einem Grundstock von 50 Mann neu aufgestellt und hat Ende 2015 ihre Sollstärke von 150 Mann erreicht. Hauptsächlich wurden Legionäre die direkt aus der Grundausbildung vom 4e R.E. in Castelnaudary kamen integriert. 

Die 5 Kampfkompanien sind indentisch strukturiert und bestehen aus je 4 Zügen (Sectionen). Jeweils eine dieser Sectionen pro Kompanie hat die Fähigkeit (und Ausrüstung), entweder als regulärer Infanteriezug eingesetzt zu werden, oder bei Bedarf auch als "(schwerer) Unterstützungszug" mit einer Gruppe 81er Mörser (Groupe Mortier 81 LLR) und einer Gruppe "Milan" zur Panzerabwehr (Groupe Milan).




 

Als weitere Panzerabwehrwaffe ist (in allen Kompanien, auf Gruppenebene) die Abwehrrakete "Eryx" für Ziele bis 600m im Einsatz, sowie die "Panzerbüchse" AT 4 CS. Auch die übrige Bewaffnung des 2eme R.E.I. entspricht derer der anderen Regimenter (Sturmgewehr FAMAS, leichtes MG "Minimi", MG 12,7mm, auf VAB montiert, Scharfschützengewehre PGM Hecate II und FRF 2.

Der "Fuhrpark" des 2eme R.E.I. besteht in der Hauptsache aus VAB Rad-Transportpanzern mit aufmontiertem 12,7mm MG sowie seit 2015/2016 mit etwa 30 der neuen VCBI (Vehicule Combat Blindee Infantierie), welche den größten Teil der VAB nach und nach ersetzen. Die VCBI können insgesamt 11 Mann (2 Fahrer und 9 Infanteristen) aufnehmen, somit genau 1 Infanteriegruppe incl. Gruppenführer (Chef de Groupe). Bewaffnet ist das VCBI mit einer 25mm Maschinenkanone M811 (primär) und einem 7,62mm MG (sekundär). Auf der Straße erreicht das VCBI eine Geschwindigkeit bis 100 km/h.

 


VAB des 2eme R.E.I.



VCBI des 2eme R.E.I.

 

Das Gebäude auf dem unteren Bild beherbergt 3 Kompanien, u.a. die 4e Compagnie de Combat und die Compagnie d'Appui

2e REI

 





 






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Zuletzt aktualisiert am Freitag, 10. März 2017 um 10:51 Uhr